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    Weihnachtliche Düfte bewusst erschnüffeln

    Eine weihnachtliche Duftreise lädt zum Schnüffeln und vertieften Atmen an: Mit Zimtstangen, Sternanis, Gewürznelken und Vanillestangen können die SeniorInnen selbst den Gegenstand in der Hand halten und zum Gesicht führen, um zu schnuppern. Auch der Duft von Fruchtpunsch und Glühwein ist sehr intensiv und wird von vielen Menschen gern gerochen. Die Aromen der Natur können mit Tannenzweigen, feuchtem Moos und frisch aufgeschnittenen Äpfel positive Erinnerungen an das Schmücken der Wohnung vor den Feiertagen herauf beschwören. Wer mag, spickt Orangen mit Gewürznelken und gestaltet einen sogenannten „Pomander“. Als besonderes Geschenk kann ein Tee-Adventskalender eingesetzt werden: Er wird als schönes Ritual am Morgen oder Nachmittag aufgebrüht und die Sorte des Tages mit…

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    Wir haben ab: Improvisierter Besuch auf dem Flugplatz

    Diese Woche waren wir in der Atemfreude-Stunde gedanklich auf einem kleinen Flugplatz unterwegs. Da es laut meiner Moderation kaum technisches Equipment gab, packten wir überall selbst mit an: Hielten Ausschau auf dem Tower, sammelten dicke Äste vom ersten Herbststurm vom Rollfeld, klappten die Tragflächen aus und so weiter. Eine Dame war dabei, deren Sohn tatsächlich eine kleine Propellermaschine besitzt und sie regelmäßig nach Cuxhaven zu einer Freundin fliegt. Sie war natürlich uns allen gegenüber im Vorteil, sodass ich zwischendurch kurz meine Aufgabe als Moderatorin verließ und sie fragte, was wir noch an vorbereitenden Tätigkeiten zu absolvieren hatten, bevor wir in das Flugzeug einsteigen konnten. Sie gab sehr klare Auskünfte, die…

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    Neue Atemfreude-Stunde: Erntezeit im Bauerngarten

    Heute nehme ich mir die Zeit, um meine letzte „Atemfreude“-Stunde so aufzubereiten, dass aus meinen Notizen ein leicht umsetzbares Konzept wird, das auch andere PädagogInnen anwenden können. Coronabedingt treffen wir uns zum Sport auf der Terrasse der Senioren-Residenz, direkt daneben blüht mein Kräutergarten mit den Bienenstauden. Das Thema „Erntezeit im Bauerngarten“ liegt im Spätsommer/Frühherbst nahe, umso schöner, wenn wir uns direkt aus dem Beet mit Kräutern bedienen können. Für die „Atemfreude“-Stunde werden keine Materialien benötigt, lediglich ein paar Küchenkräuter, die die SeniorInnen sich frisch abzupfen: Entweder von Kräutertöpfen, die im Stuhlkreis weitergegeben werden, oder von Zweiglein, die von der Kursleitung aus dem eigenen Garten mitgebracht und herum gereicht werden. Wie…

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    Pustespiele mit Senioren

    In der logopädischen Therapie gibt es diverse Pustespiele, um das kindliche Wachstum der mimischen Muskulatur zu unterstützen. Auch für SeniorInnen können Spiele zur Luftstromlenkung hilfreich sein: Durch die dynamische Ausatmung füllt sich das Vakuum in der Lunge anschließend umso kraftvoller, eine Vertiefung der Atmung kann damit angeregt werden. Viele SeniorInnen haben unbewegliche, fast maskenhafte Gesichtszüge. Jede Art von mundmotorischer oder myofunktioneller Aktivierung hilft, die Mimik anzuregen. Damit ein geführter Luftstrom entsteht, braucht es eine Grundspannung sowie eine Rinnenbildung der Zunge. Die Lippen werden gespitzt, um die Luft nach vorn zu leiten. Beides wird durch Pustespiele trainiert. Dabei gibt es zwei grundlegend unterschiedliche Spielarten: Das Wegpusten und das Ansaugen. Beim Wegpusten…

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    Endlich geht es wieder los: Atemfreude trotz Corona

    Endlich dürfen wir uns in der Residenz in kleinen Kursen wieder treffen: Ich biete die „Atemfreude“ in kleinen Gruppen mit großem Abstand auf der Terrasse im Freien an. Unter starken Hygieneauflagen wie dem Temperatur messen, dem Eintragen aller Anwesenden, dem Desinfizieren der Hände und Stühle vor und nach dem Angebot startet die fröhliche Atemgymnastik endlich wieder! Da bei über 300 SeniorInnen in der Appartementanlage nur wenige gleichzeitig an der Gruppenstunde teilnehmen können, biete ich die „Atemfreude“ momentan gleich zwei Mal hinter einander an. Inzwischen hat sich eine feste „frühe Gruppe“ und eine feste „späte Gruppe“ etabliert, auch wenn manche Plätze von wechselnden Teilnehmenden besetzt werden. Dabei fällt mir deutlich der…

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    Zum Atmen durch Schnuppern anregen

    Unsere Nasen tun ihre Arbeit im Alltag meist unbemerkt. Natürlich nutzen wir sie zum Atmen, dabei läuft dieser Prozess komplett unbewusst. Dass wir riechen können, fällt uns eher bei Gestank auf oder wenn die Bäckerei-Filiale künstliche Duftstoffe im Umkreis verbreitet. Dabei kann bewusstes Schnuppern zu einer vertieften Atmung verhelfen. Wir sind im Alltag so auf unsere Augen und Ohren fokussiert, dass die Leistungen unseres Riechorgans unbeachtet bleiben. Gerüche wahrzunehmen, ist eine sehr ursprüngliche Hirnleistung und eng mit biografischen Erinnerungen verknüpft. Damit eignen sich Düfte besonders für ältere Menschen, die einerseits kognitiv weniger leistungsfähig sind als früher und andererseits oft flach atmen. Wie können wir praktisch zum Schnuppern anregen? – Für…

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    „Atemfreude“ in Hamburgs größter Tageszeitung

    Aus heiterem Himmel schrieben mir gestern mehrere fremde Damen, die sich für meine spaßbetonte Atemgymnastik mit SeniorInnen interessieren. Sofort fragte ich mich, wer denn wo über die „Atemfreude“ etwas geschrieben haben könnte – geballtes Interesse entsteht ja selten zufällig. Ich antwortete natürlich freundlich und lud zum Mitmachen meines Kurses ein, zum Schluss bat ich darum, zu erfahren, wie die Damen auf mich gekommen waren. Durch das Abendblatt natürlich, Hamburgs größte Tageszeitung! Aha, also marschierte ich noch nach 20:00 Uhr los, um schnell ein letztes Exemplar aufzutreiben – was gelang. Wer online mitlesen möchte: „Mit Atemfreude entspannen auch demente Senioren“  

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    Umfrage zur Atemfreude: Auf dem Weg zur bewiesenen Wirksamkeit

    Den TeilnehmerInnen der Atemfreude erzähle ich natürlich immer mal wieder in drei Sätzen, wie weit das Manuskript zu meinem Fachbuch über die Atemübungen fortgeschritten ist. Inzwischen bat ich sie konkret um Unterstützung, da ich gerne feststellen möchte, wie weit die Wirksamkeit meines Konzepts reicht. So erstellte ich einen Fragebogen, möglichst übersichtlich in Schriftgröße 14, damit ihn jedeR lesen und verstehen kann. Schließlich nehmen auch BesucherInnen mit dementiellen Veränderungen teil, die im Alltag kaum auffällig sind, aber im Schriftverständnis Probleme haben können. Und auch allen anderen wollte ich das Lesen, Verstehen und Ankreuzen so einfach wie möglich machen. Wie immer, wenn es um Datenerhebungen geht, teile ich natürlich viel mehr Bögen…