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    Wie die Atmung hilft, Sorgen wegzuschieben

    Weiterhin darf ich keine Atemfreude-Gruppen anbieten, sodass ich mich darauf fokussiere, das psychische Wohlbefinden der SeniorInnen zu unterstützen. Eine Möglichkeit, Bedrückendes loszuwerden und innerlich Distanz dazu aufzubauen, ist das „Sorgen wegschieben“. Dazu setzen wir uns aufrecht hin und legen die Hände geöffnet und mit den Handflächen nach oben gedreht auf dem Schoß ab. Zu Beginn lassen wir den Atem strömen und beobachten ihn einfach nur. Dann verlängern wir den Ausatem minimal und bauen etwas Druck auf, während die Luft aus uns strömt. Dies gelingt zum Beispiel durch Schnauben, Zischen oder die Lippenbremse: Der Ausatem wird auf diese Weise intensiviert und verlängert. Mehrere Atemzüge hindurch atmen wir bewusst kräftig aus. Nach…

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    Presse: Trotz Lockdown engagiert für mehr Lebensfreude unterwegs

    Leider pausiert die „Atemfreude“ derzeit, weil wir selbst kleine Gruppen nicht mehr anbieten dürfen. Auch das gesamte Adventsprogramm ist gestrichen, mein Bücher-Club, der Nachmittag zum Basteln von Grußkarten und Falten von Sternen, meine Andacht mit Erlebnischarakter, das kreative Schreiben…. alles fällt aus. Also versuche ich, die Bastelmaterialien mit einer handschriftlichen Anleitung in Päckchen verpackt ins Appartement zu schmuggeln. An die Rezeption lege ich die „Andacht im Umschlag“, sodass alle Interessierten anhand meiner Lieder und Texte einen spirituellen Input bekommen. Nun besuchte mich die Pressevertreterin der Residenz und schrieb einen Artikel über meinen Einsatz: Eine Zauberin der Lebensfreude

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    Mut zur Wiederholung: Warum das Atemtraining auch „alte Bekannte“ enthalten darf

    Durch Corona ist mein Tagesablauf deutlich enger getaktet, zur Vorbereitung von Veranstaltungen und Gruppen bleibt mir weniger Zeit. Und diese Zeit wird überproportional oft unterbrochen… Entsprechend greife ich gern in meinen großen Fundus, um eine Atemfreude-Stunde aus den letzten Jahren einfach zu wiederholen. Zu jedem Stundenentwurf schreibe ich, wann ich ihn durchgeführt habe, um den Überblick zu behalten. Dabei sind bestimmte Themen optimal in der warmen Jahreszeit von Mai bis August: Themen wie ein Besuch des Freibads, Urlaub in der Hütte in Schweden oder ein Sommerfest eignen sich zur Durchführung im Freien, was wir coronabedingt oft getan haben. Themen wie ein Tag im Künstleratelier, ein Abend am Kartoffelfeuer oder der…

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    Die Atemgymnastik war ja reichlich albern, aber Spaß gemacht hat es doch!

    Frau Asmussen* ist neu in der Residenz und nach drei Wochen, die sie primär mit traurigen Augen und ohne Kontakte verbrachte, geht sie jetzt konsequent zu möglichst vielen Gruppenangeboten. So besucht sie jedes Mal die Atemfreude, auch wenn sie nach dem ersten Termin unter dem Motto „Kindergeburtstag“ meinte: „Das war ja reichlich albern, aber tatsächlich hat es mir viel Spaß gemacht!“ Das nächste Thema war „Ein Tag im Zirkus“, also auch kein allzu seriöses Motto, aber Frau Asmussen trug es mit Fassung und sagte anschließend, die Übungen würden ihr gut tun. Letzte Woche gestaltete ich mit Chiffontüchern ein „Lagerfeuer“ in der Mitte des Stuhlkreises und leitete eine Atemfreude über Märchen…

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    Lachen und Bewegen: „Gruppenspiele für gute Laune“

    Seit einigen Jahren biete ich „Lachen am Morgen“ an, in der Gruppe stehen die gute Laune, die Vertiefung der Atmung und die Anregung des Kreislaufs im Mittelpunkt. In meinem neuen Praxisbuch „Gruppenspiele für gute Laune. Loslegen, Lachen, Überraschen“ versammle ich in acht Kategorien Übungen und Spiele zur ganzheitlichen Aktivierung von SeniorInnen. Ein Kapitel widmet sich schwungvollen Ideen für den Auftakt der Stunde, es schließen sich Wahrnehmungsübungen für alle Sinneskanäle an. Jeder Sinn wird in einem extra Kapitel behandelt, dabei stehen die bewusste Erfahrung und das Miteinander in der Gruppe im Vordergrund. Die Spiele haben keinen Wettbewerbscharakter, sondern sollen dazu anregen, trotz altersbedingter Abnahme der körperlichen Leistungsfähigkeit zu entdecken, was alles…

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    Endlich geht es wieder los: Atemfreude trotz Corona

    Endlich dürfen wir uns in der Residenz in kleinen Kursen wieder treffen: Ich biete die „Atemfreude“ in kleinen Gruppen mit großem Abstand auf der Terrasse im Freien an. Unter starken Hygieneauflagen wie dem Temperatur messen, dem Eintragen aller Anwesenden, dem Desinfizieren der Hände und Stühle vor und nach dem Angebot startet die fröhliche Atemgymnastik endlich wieder! Da bei über 300 SeniorInnen in der Appartementanlage nur wenige gleichzeitig an der Gruppenstunde teilnehmen können, biete ich die „Atemfreude“ momentan gleich zwei Mal hinter einander an. Inzwischen hat sich eine feste „frühe Gruppe“ und eine feste „späte Gruppe“ etabliert, auch wenn manche Plätze von wechselnden Teilnehmenden besetzt werden. Dabei fällt mir deutlich der…

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    Verändert regelmäßige Atemgymnastik die Heilung von Lungenerkrankungen im hohen Alter?

    Als das Thema „Corona“ von einer entfernten Randerscheinung zum alles beherrschenden Thema wurde, dachte ich: „Mist, wie gut wäre es, jetzt belastbare Daten zu haben, wie Atemgymnastik die Heilungschancen von Lungenerkrankungen beeinflusst. Aber dazu hätte ich natürlich schon vor Jahren anfangen müssen zu forschen, jetzt mit dem Close-Down gibt es dazu keine Möglichkeit mehr.“ Leider ist das Anfertigen von wissenschaftlich abgesicherten Studien sehr aufwändig: Eine klar definierte Gruppe muss regelmäßig unter Beobachtung und mit begleitenden Messungen bestimmte Tätigkeiten vornehmen, während eine Kontrollgruppe gar nichts oder etwas anderes tut. Die Daten müssen mehrfach überprüft und mit weiteren Studiengruppen wiederholt werden, bevor Thesen über die gesundheitsförderlichen Aspekte eines Verfahrens behauptet (und bewiesen)…

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    Spaß trotz Corona: Ideen gegen den Lagerkoller in Senioren-Einrichtungen

    Die „Atemfreude“-Stunden fallen wegen des Corona-Virus natürlich genauso aus wie alle anderen Veranstaltungen in der Senioren-Residenz. Parallel werden die Besuche auf ein Minimim eingeschränkt und das Mittagessen im Restaurant unterliegt auch neuen Regeln. Damit die SeniorInnen sich nicht völlig allein gelassen und unbeachtet fühlen, habe ich Möglichkeiten gegen Langeweile entwickelt, die wir intern verbreiten. Ideen gegen den Lagerkoller Liebe BewohnerInnen, damit Sie sich trotz viel freier Zeit und wenig Spielraum sinnvoll beschäftigen können, habe ich mir Ideen für Sie ausgedacht. Sie kennen meinen Humor – bitte nehmen Sie es nicht bierernst! Ich möchte Sie damit aufheitern, liebe Grüße, Marie Krüerke * Lange aufgeschobene Anrufe tätigen: Je länger wir uns bei…

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    Kerniges Sportprogramm für hochaltrige Männer

    Eine Dame aus dem Verlag verriet mir am Telefon, dass viele PädagogInnen sich Material explizit für Männer wünschen. Sie fand die Anfrage sexistisch, bat mich aber dennoch, mir Gedanken über passende Angebote zu machen. Womit sie absolut Recht hat: In Senioreneinrichtungen erleben wir besonders viel Sexismus. Hier arbeiten primär schlecht bezahlte Frauen als Pflegerin und Pädagogin, in Kombination mit dem miesen Image haben Männer natürlich Besseres zu tun, als in der Pflege zu arbeiten. Dass die Angebote der Betreuerinnen dann meist „typisch weiblich“ sind und den Interessen von Frauen mit klaren Rollenbildern entsprechen, ist naheliegend. An meinem Arbeitsplatz mit über 300 SeniorInnen gibt es gefühlt 15% Männer, davon tauchen gefühlt…

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    Zum Atmen durch Schnuppern anregen

    Unsere Nasen tun ihre Arbeit im Alltag meist unbemerkt. Natürlich nutzen wir sie zum Atmen, dabei läuft dieser Prozess komplett unbewusst. Dass wir riechen können, fällt uns eher bei Gestank auf oder wenn die Bäckerei-Filiale künstliche Duftstoffe im Umkreis verbreitet. Dabei kann bewusstes Schnuppern zu einer vertieften Atmung verhelfen. Wir sind im Alltag so auf unsere Augen und Ohren fokussiert, dass die Leistungen unseres Riechorgans unbeachtet bleiben. Gerüche wahrzunehmen, ist eine sehr ursprüngliche Hirnleistung und eng mit biografischen Erinnerungen verknüpft. Damit eignen sich Düfte besonders für ältere Menschen, die einerseits kognitiv weniger leistungsfähig sind als früher und andererseits oft flach atmen. Wie können wir praktisch zum Schnuppern anregen? – Für…